Es ist vollbracht!


Am 14. und 15. August fand in der Niederwürzbacher Lettkaul die zweite inoffizielle "Mofamehrkampf-
weltmeiserschaft" statt. Alle Tiems sich durch das riesige Schlammbad um vor der Jurie eine möglichst lecker Figur abzugeben und den Zuschauern eine unvergessliche Show zu bieten. Alles in allem kann man sagen dass alle Beteiligten einen Riesenspaß hatten und "Das verrückteste Rennen der Welt - Reloaded 2004" somit ein voller Erfolg war.

Im Anschluss nun mehr über den Rennverlauf.

Samstag - DER 1. RENNTAG

Die Präsentation
Die Tiems präsentierten auf der Bühne vor versammeltem Publikum sich und ihre Rennboliden. Und es gab einiges Erstaunliches zu sehen, wovon manch ein Zworadingenieur nicht in seinen kühnsten Träumen zu träumen wagt. Es gab wirklich alles: ob Holzmopped, 50er Ultra mit abbaubarem Beiwagen, Elektrorollerrahmen oder Motoren mit Schnaps-Antrieb. Die Tiems scheuten wirklich keine Mühen um sich von der Konkurrenz abzuheben. Es war eine wahre Augenweide!

 

Der Mofalimbo
Unsere Forderung "die Latte zu kriegen, ohne sie zu reißen" unter den widrigen Umständen am Samstag fast nicht zu erfüllen. Stattdessen war eine nicht verschreibungspflichtige Schlammpackung angesagt, die sich auch jeder einzelne abgeholt hat. In mehreren Durch(Ein-)läufen zeigten die edlen Zweiradritter, dass sie durchaus bereit waren, sich durch den Dreck zu graben, nur um der Latte fernzubleiben, die bei jedem Durchgang tiefer hing.

 

Der Dragrace I + II
Ohne übertreiben zu wollen kam es beim Dragrace zu exorbitanten Beschleunigungsschlachten, die teilweise sehr "schmutzig" waren. Beim Tankstopp zeigten die ausgetrockneten Piloten den osmotischen Flüssigkeitsaustausch par excellence: Flasche leer bei Magen voll in weniger als 1sec. Es wurde sich bei dieser Disziplin nichts geschenkt außer der Sicht auf den eigenen Auspuff für den Kontrahenten.

 

Der Reiterkampf
Alle Zworadritter waren mit Mut und Tadel bei der Sache. Das besonders Harte an dieser Disziplin war, die alkohohlgeplagten Schädel vom Vortag aus der Schlagbahn zu halten. Dies gelang jedoch nicht immer. Trotzdem waren zahlreiche spektakuläre Fights zu sehen.

 

Der Mofaweitsprung
Elegante Körperhaltung sowie eine butterweiche Landung war hier gefragt. Gelandet sind jedoch alle wie in warmer Butter. Höha, schnella, weida - das ist das offizielle Motto unserer saarländischen Olympioniken. Das haben unsere Mofa-Ritter in dieser Disziplin an Grazie und Performance um locker das 10-fache überboten. Gazellegleich sind sie über die Rampe geflogen und haben sich anschließend in original Bunderwehrmanier im Schlamm getarnt.

 

Sonntag - DER 2. RENNTAG

Das über ein Auto fahren
Ein kleiner grüner Alfa stand draußen vorm Balkon...aber nur bis zu Das Rennen. Denn hier bekam der kleine Italiener, seines Zeichens ein Alfa 33, den letzten Schliff bzw. den allerletzten Rest. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir die kleinen 50-er nur so über die Karre fliegen sahen - und das zum Teil nur auf dem Hinterrad. Der Eine oder Andere wählte zwar den Seitenausgang und machte quasi den Abflug zur B-Säule, konnte sich jedoch auf Strohballen weich betten. Wer Anderen übers Auto fährt, dem werden Punkte zugeführt.

 

Der Donnerbalken
Das Große Geheimnis um den Donnerbalken wurde Samstag, den 14.08 gelüftet. Auf die Fahrer wartete eine massive Holzwippe, die es in sich hatte. In der Mitte angekommen mussten alle feststellen, dass die restliche Fahrspur leicht verengt war. Trotzdem ließen die Tiems es sich nicht nehmen durch und durch gewagte Stunts zu präsentieren, ob Sie nun den Donnerbalken überquert haben oder nicht.

 

Der Hillclimb
Um bei den Hangludaz zu punkten, gaben die Fahrer alles, die 42 gradige Steigung zu bezwingen. Am Anfang gab es noch Hilfestellung mittels Seil - glücklicherweise wurde dies von der Jurie in nächsten Durchgang unterbunden, und wir konnten uns des öfteren des bereits angekündigten Rückwärtsgangs erfreuen. In dieser Disziplin glänzten oft die, von denen man es am wenigsten erwartet hätte. Frei nach dem Motto "Kurzer Radstand und gudd Power, so fährt das Teil steil hoch ne Mauer".

 

Der Rundkurs
Der unbestrittene Klassiker und Massendisziplin von Das Rennen ist nun mal der Rundkurs. Es wurden sich unerbittliche Kämpfe geliefert und das wirklich letzte aus den Mofas herausgeholt, was schon gar nicht mehr drin war. Hier waren Allround Qualitäten gefragt, die auch alle Teilnehmer unbestritten an den Tage legten.

 

Die Siegerehrung
Nach den schweren Strapazen befand es sich, dass nun die Könige der Mofamehrkämpfer gekrönt werden sollten. Alle zeigten sich erleichtert dass es so gut gelaufen ist und waren gespannt wer nun das Königstiem sein wird. Streckensprecher Walter Hoffmann rief die drei bestplatzierten auf die Bühne. Das waren die Gauracer, die Beckenbrecher sowie die amtierenden Viezeweltmeister von 2001 Die Räscher.

Und hier nun die offiziellen Rennergebnisse der inoffiziellen Mofamehrkampfweltmeisterschaft:

Platz 1: Die Rächer (Vizeweltmeister beim Rennen 2001)
Platz 2: Die Gauracer
Platz 3: Die Beckenbrecher
Platz 4: Alle Anderen !